Arnold Vaatz zu Gast in Bad Wörishofen

Auf Einladung der CSU-Ortsverbände Mindelheim und Bad Wörishofen referierte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Arnold Vaatz im Gasthof Adler in Bad Wörishofen.

Vaatz, der vor der Wiedervereinigung der Bürgerrechtsbewegung der DDR angehört hatte und bis 1998 Umweltminister in Sachsen war, sprach anfangs über den Weg zur Vollendung der Einheit Deutschlands.

Nach den Grußworten durch die Ortsvorsitzenden Christoph Walter (Mindelheim) und Michaela Bahle-Schmid (Bad Wörishofen) lenkte Landtagskandidat Dr. Thomas Jahn den Blick zunächst auf bayerisch-sächsische Gemeinsamkeiten: „Beide Freistaaten verfolgen eine leistungsorientierte Bildungspolitik und zeichnen sich durch Heimatverbundenheit und Freiheitssinn aus,“ so Jahn.

Arnold Vaatz erinnerte eingangs an die Unterstützung aus Bayern unmittelbar nach der Wiedervereinigung 1990. Gerade als ehemaliger Umweltminister sei es ihm ein großes Anliegen, auf die gewaltigen Leistungen im Umweltschutz hinzuweisen: „Innerhalb weniger Jahre hatten wir wieder saubere Gewässer. Die Schadstoffbelastungen der Luft konnten um über 80 % reduziert werden.“

Sein Eindruck sei aber, dass völlig unrealistische Grenzwertdiskussionen diese Erfolge heute verdrängen. Dabei kritisierte Vaatz die aktuelle Dämonisierung der Diesel-Technologie. Humorvoll verwies er auf sein politisches Leitmotiv, entlehnt aus dem Matthäus-Evangelium (23, 24): „Ihr blinden Führer, die ihr Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt!“ – Für Vaatz heißt das: „Es ist falsch, zu viel Zeit für Kleinigkeiten zu verschwenden und dabei die wirklich wichtigen Herausforderungen zu übersehen.“

Zu oft würde die Politik manchen medial inszenierten Pseudodebatten hinterherlaufen. Wirklich wichtige Fragen blieben häufig auf der Strecke: „Welche Gefahren birgt der Islam? Wie verhindern wir, dass Europa auseinanderdriftet und sich vor allem die osteuropäischen Länder ausgegrenzt fühlen? Wie können wir die enorm hohe Abgabenlast in Deutschland reduzieren, um unseren Wirtschaftsstandort zu sichern und die Abwanderung von Leistungsträgern zu verhindern?“

Diese und weitere Fragestellungen vertiefte Arnold Vaatz in der anschließenden Diskussionsrunde noch weiter. Am Ende stand fest: Arnold Vaatz ist ein streitbarer Konservativer mit Ecken und Kanten, der sich den Mut zum offenen Widerspruch gegen den medialen Zeitgeist aus seiner Oppositionszeit in der DDR bewahrt hat.

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